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LfL OÖ auf gutem Weg in die Zukunft

Zukunftsthemen prägten die Delegiertenversammlung des Landesverbandes für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung in OÖ. (LfL) am Freitag, den 1. 12. 2017 in Wels. Zahlreiche Ehrengäste, allen voran LR Max Hiegelsberger, Vizepräsident ÖR Karl Grabmayr und Kammerdirektor Mag. Friedrich Pernkopf informierten sich über die aktuellen Entwicklungen des Verbandes. Obmann Josef Mair stellte eine zufriedenstellende Situation bei den wichtigsten Märkten der Mitglieder im Milch- und Schlachtviehbereich fest. Das Qualitätsprogramm QS Kuh hat sich österreichweit etabliert und soll auch in der neuen EU Förderperiode ein fixer Bestandteil sein. Die strategische Weiterentwicklung der Dienstleistungen des LfL erfolgt immer stärker über die österreichweiten Dachorganisationen ZAR Zuchtdata, LKV Austria und ÖFK, die Umsetzung vor Ort jedoch am besten mit den regionalen Strukturen wie z.B. der LfL-Mitarbeiter. In der Leistungsprüfung existiert auch ein erfolgreicher Rinderdatenverbund mit vier deutschen Bundesländern.

Geschäftsführer Koblmüller berichtet über eine sehr erfreuliche Strukturentwicklung mit leicht sinkenden Betriebszahlen und weiterhin ansteigenden Tierzahlen. Die Zahl der Kontrollkühe hat sich im letzten Jahr um mehr als 3.000 Stück erhöht, die Durchschnittskuhzahl hat erstmals die 30-Kuhgrenze überschritten. Durch eine gemeinsame Kampagne mit den Rinderzuchtverbänden konnte im letzten Jahr der Datenumfang der tierärztlichen Diagnosen durch die Kontrollassistenten stark gesteigert werden. Die Futterprobenahme für Grundfutteruntersuchungen wurde in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Oberösterreich als neue Dienstleistung aufgebaut. Österreichweit wurde im Herbst ein neuer dreistufiger Ketoseparameter zur besseren Überwachung der Tiergesundheit eingeführt. Aktuelle Zugriffszahlen zeigen, dass das RDV Onlineportal und die RDV App immer stärker genutzt werden. Im nächsten Jahr soll die AMA Rindernetmeldung über die App möglich werden. Die fortschreitende Digitalisierung und Technisierung in der Landwirtschaft fordert auch ein aktives Handeln im LfL. Durch die Intensivierung des Datenaustausches zwischen Mitglied und Rinderdatenverbund wird die Zeit für die Datenerfassung im Stall weniger. EDV Dienstleistungen, professionelle Fachgespräche und Zusatzleistungen werden an Bedeutung gewinnen.

Landesrat Max Hiegelsberger berichtete über die aktuellen politischen Rahmenbedingungen. Trotz der Sparmaßnahmen des Landes OÖ können die einzelbetrieblichen Fördermaßnahmen zur Gänze umgesetzt werden. Die Förderkürzung trifft jedoch auch den LfL im Bereich der Landesmittel für die Leistungsprüfung.

ZAR Obmann Stefan Lindner als Hauptreferent gab in seiner Präsentation einen interessanten Überblick über die aktuellen und zukünftigen Aktivitäten der Rinderzucht Austria in Zusammenarbeit mit den österreichischen Mitgliedsorganisationen. In einer sogenannten Zukunftswerkstätte soll die Struktur der Kommunikation, Forschung und Vermarktung weiterentwickelt werden. Wichtige Forschungsprojekte betreffen die verstärkte Nutzung der genomischen Selektion für weibliche Tiere sowie die Intensivierung des Datenaustausches zwischen dem Mitglied und dem Rinderdatenverbund. Diesbezüglich wurde ein Bigdata Projekt unter dem Namen „D4Dairy“ eingereicht.

Die Delegiertenversammlung beschloss eine Anpassung der Verbandsstatuten und stellte eine ordnungsgemäße Finanzgebarung fest. Dem Geschäftsführer der Rinderbörse Ing. Rudolf Rogl wurde für seine jahrelange Funktionärstätigkeit im Vorstand und Ausschuss Klassifizierung des LfL sehr herzlich gedankt. Obmann Josef Mair bedankte sich bei den Delegierten als wichtiges Bindeglied zwischen den Mitgliedern und der Verbandsführung. Der LfL will auch weiterhin ein attraktiver Dienstleister für die Mitglieder und Kunden sowie ein interessanter Arbeitgeber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.

Der Landesverband für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung in OÖ (LfL) ist ein Dienstleistungsunternehmen in der Qualitätssicherung von Milch und Fleisch in Oberösterreich. Kernaufgaben sind die Durchführung von Milch- und Fleischleitungsprüfungen auf knapp 5.000 Mitgliedsbetrieben mit mehr als 140.000 Kontrolltieren sowie Tätigkeiten in der Klassifizierung und Qualitätssicherung am Schlachthof bei 37 Schlachtbetrieben, bei denen jährlich rund 1.900.000 Schweine, 200.000 Rinder und 3.000 Lämmer klassifiziert werden. Beim LfL sind derzeit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

 

Autor: DI Markus Koblmüller | 05.12.2017

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