Skip to main contentÖFK - österreichische Fleischkontrolle logo

25 Jahre STN

25 Jahre unabhängige Klassifizierung und Verwiegung in Niederösterreich

Die STN – Servicestelle für Tierproduktion in Niederösterreich Ges.m.b.H. feierte im heurigen Jahr ihr 25-jähriges Bestandsjubiläum.

Aus diesem Anlass lud das Unternehmen am 2. Dezember 2017 zu einer Festsitzung in den Gasthof Birgl nach Inning in der Gemeinde Hürm.

Die STN ist ein gemeinsames Unternehmen der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, des Landesgremiums des Agrarhandels NÖ, Berufszweig des Vieh- und Fleischgroßhandels und der Landesinnung der Lebensmittelgewerbe, Berufszweig Fleischer. Die allgemeinen Rahmenbedingungen im Bereich der Schweine- und Rindervermarktung und die Notwendigkeit der Vermarktung von Schlachttieren auf Grundlage des geschlachteten Gewichtes führten im Jahr 1992 zur Gründung des gemeinsamen Klassifizierungsdienstes in Niederösterreich. Die Gesellschaft wurde am 23. Juni 1992 durch die Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages und der Genehmigung der Geschäftsordnung für den Beirat der STN in Form eines Notariatsaktes gegründet. Der neu gegründete Klassifizierungsdienst wurde im Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien am 6. Juli 1992 eingetragen.

 

Zu Beginn freiwillig

In der ersten Zeit, bis Herbst 1994, erfolgte die Verwiegung und Klassifizierung von Rinder- und Schweineschlachtkörpern auf Basis freiwilliger Verträge mit den Schlachtbetrieben. Ein wichtiger Partner und Auftraggeber war in dieser Zeit auch die NÖ Schweinebörse. Im Zusammenhang mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union wurde die unabhängige Klassifizierung und Verwiegung für Schachtbetriebe ab einer bestimmten Größe gesetzlich vorgeschrieben.

 

Weiterentwicklung und Professionalisierung

Im Laufe der Jahre wurde der Tätigkeitsbereich der Klassifizierer in den Schlachtbetrieben aufgrund verschiedenster Notwendigkeiten laufend erweitert und professionalisiert. So kamen die Prüfung und Kennzeichnung von Markenprogrammen, die Geräteklassifizierung, die pH-Wert-Messung und die Etikettierung der Schlachtkörper hinzu. Um Großprojekte günstiger umsetzen zu können und um auch gegenüber Behörden und Marktpartnern eine raschere und einheitliche Kommunikation zu ermöglichen, wurde im Jahr 1995 die Arbeitsgemeinschaft österreichischer Klassifizierungsdienste und in weiterer Folge die Österreichische Fleischkontrolle GmbH gegründet.

Ein großer Meilenstein in der Weiterentwicklung der Arbeit der unabhängigen Klassifizierer war die Entwicklung und Installierung der eigenen EDV-Anlagen in den Schlachtbetrieben. Nur dadurch konnte schließlich eine österreichweit gemeinsame zentrale Datenbank mit den wichtigen Schlachtdaten aufgebaut werden. Durch diesen großen Schritt war auch die Schaffung der Möglichkeit der Dateneinsicht und des Datendownloads für die Produzenten der Schlachttiere umsetzbar. Gleichzeitig konnten dadurch auch für die Schlachtbetriebe verschiedene Synergieeffekte und somit Ersparnisse erzielt werden.

In jüngster Zeit wurden schließlich die Schlachttier- und Fleischuntersuchungsdaten der Tierärzte als Information in das Klassifizierungsprotokoll aufgenommen und seit dem Jahr 2016 setzt die STN auch die Zerlegekontrolle im Rahmen des AMA-Gütesiegels um.

 

Der Vorsitzende des Beirates der STN Ing. Rupert Hagler konnte bei der Festsitzung zahlreiche Ehrengäste und ehemalige Wegbegleiter der STN begrüßen. Die Glückwünsche von Seiten der Eigentümervertreter überbrachten Vizepräsident Otto Auer und Komm.-Rat. Rudolf Menzl. Die Geschäftsführer des Unternehmens Dr. Andreas Moser und Ing. Manfred Roitner präsentierten einen Streifzug durch die vergangenen 25 Jahre und stellten die Entwicklung der STN eindrucksvoll dar. Derzeit arbeiten die 50 Mitarbeiter der STN in 29 Schlachtbetrieben in Niederösterreich und im Burgenland und klassifizieren rund 1.000.000 Schweine, 130.000 Rinder und 4.000 Lämmer pro Jahr. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 1,7 Mio Euro.

 

Der Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich Dipl.-Ing. Josef Plank, damals Geburtshelfer der STN, konnte als besonderer Gast und Referent bei der Festsitzung begrüßt werden. Unter dem Motto „Chancen und Herausforderungen für Bauern und Unternehmen in der Vermarktung – Agrarischer Ausblick 2025“ richtete er seinen Blick in die Zukunft.

 

Zum Abschluss des besonderen Jubiläums konnte die STN insgesamt 12 Mitarbeiter auszeichnen, welche die gesamten 25 Jahre des Bestehens für das Unternehmen tätig waren.

 

Autor: Ing. Manfred Roitner | 06.12.2017

Login Datenbank